Aufgabenstellung

Eine individuell angepasste Ernährung bildet die Grundlage jeder Therapie von Fettstoffwechselstörungen. Bestimmte Fettstoffwechselstörungen sind ohne eine richtig zusammengestellte Ernährung nicht zu behandeln. Bei den anderen ist sie immer wesentlicher Bestandteil der Therapie und kann die zusätzlich notwendige Dosis an Medikamenten reduzieren helfen. Die Arzneimittelsicherheit wird dadurch entscheidend erhöht. Den vielfältigen Interaktionen zwischen Medikamenten, die den Fettstoffwechsel beeinflussen, und Nahrungsbestandteilen muss ebenfalls Rechnung getragen werden.

Während also einerseits durch entsprechend angepasste Ernährung Fettstoffwechselstörungen positiv beeinflusst werden können, können andererseits durch eine falsch zusammengestellte Ernährung akute und schwerwiegende Komplikationen ausgelöst (z. B. akute Pankreatitis) oder das Risiko für das vorzeitige Auftreten einer koronaren Herzkrankheit deutlich erhöht werden.

Den Ernährungstherapeuten von Patienten mit Fettstoffwechselstörungen kommt daher eine besondere Verantwortung zu.

Um dieser Verantwortung noch besser gerecht zu werden, haben die Deutsche Gesellschaft der qualifizierten Ernährungstherapeuten und Ernährungsberater (QUETHEB e.V.) und die Deutsche Gesellschaft für Fettwissenschaft e. V. (DGF) ein Netzwerk gegründet. Die akkreditierten Ernährungstherapeuten dieses Netzwerks haben Zugriff auf die Spezialkenntnisse von mit der Therapie von Fettstoffwechselstörungen besonders vertrauten Ärzten. Damit soll sichergestellt werden, dass die Behandlung jedes einzelnen Patienten dem notwendigen klinischen und wissenschaftlichen Standard entspricht.